TCG-Trainer Hemforth: "Die Mission ist noch nicht beendet"

FRAUEN VOLLEYBALL OBERLIGA

 

Thomas Tartemann

22.02.2021, 15:01

Lesedauer: 3 Minuten

 

Für die Volleyball-Mädels des TC Gelsenkirchen geht es erst im Herbst wieder um Punkte. Trainer Gerd Hemforth hofft darauf, ab den Ostertagen wieder mit Beachvolleyball anfangen und damit wieder Teamsport betreiben zu können.

GELSENKIRCHEN  Der Grillonen-Coach befürwortet den Saison-Abbruch und zeigt sich kämpferisch. Kader soll zusammenbleiben.

Eine Phase ohne Training und Wettkampf? Für Gerd Hemforth war das bis vor wenigen Monaten gar nicht vorstellbar. Der Volleyballtrainer des Frauen-Oberligisten TC Gelsenkirchen hat seit seinem zwölften Lebensjahr aktiv Sport betrieben und war früher als Leichtathlet gut unterwegs. Seit über 40 Jahren ist Hemforth mittlerweile im Trainerjob tätig. Seit einem Vierteljahrhundert betreut er die TCG-Mädels als Coach.

 

TCG-Trainer mit komischem Gefühl

„Wenn man jetzt wegen des Corona-Virus sechs Monate gar nichts machen kann, dann ist das irgendwie komisch. Sonst war die Woche durchgetaktet. Wir hatten drei Trainingseinheiten, dazu häufig noch eine zusätzliche Einheit, dann am Wochenende ein Meisterschaftsspiel. All diese Dinge fehlen jetzt. Wir sehen uns in der Corona-Zeit zweimal die Woche bei Zoom-Meetings. Ich telefoniere mit meinen Spielerinnen, um zu hören, wie es ihnen geht und was sie so machen. Aber das ist halt komplett anders als das, was man jahrelang kennt“, bilanziert Hemforth.

Überlegungen, möglicherweise aus der Unterbrechung einen dauerhaften Zustand zu machen und mit dem Volleyball-Trainerjob ganz aufzuhören, gibt es beim Trainer-Routinier nicht. „Nein, ganz im Gegenteil. Die Planungen für die neue Saison laufen. Der Gedanke, dass ich keinen Bock mehr auf Volleyball habe, war zu keinem Zeitpunkt vorhanden“, sagt Gerd Hemforth und schiebt nach: „Ich will mich so nicht aus dem Geschäft verabschieden. Und meine Mädels wollen das auch nicht.“

 

Hemforth startete Umfrage bei Spielerinnen

Der Grillonen-Trainer hat eine Umfrage bei seinen Spielerinnen gestartet, um die Bereitschaft Richtung neue Spielzeit abzuklopfen. Ergebnis: Alle wollen weitermachen, der Kader soll zusammenbleiben. Hemforth: „Die Mädels spucken sinnbildlich in die Hände und packen mit an. Unsere Mission Oberliga ist noch nicht beendet. Wir haben nach unserem Aufstieg ein paar Kopfnüsse bekommen und vier Spiele verloren. Daraus werden wir unsere Lehren ziehen, an einigen Stellschrauben drehen und versuchen, es ab Herbst im zweiten Anlauf besser zu machen. Wir haben die Oberliga nicht durch List und Tücke oder ein Gewinnspiel erreicht, sondern haben sie uns hart erarbeitet. Wir gehören da hin!“

 

TCG-Coach hält Abbruch für sinnvoll

Die Tatsache, dass der Volleyball-Verband die Saison 2020/2021 von der Kreisklasse bis zur Oberliga vorzeitig abgebrochen hat, findet beim Grillonen-Coach Befürwortung. „Ich habe schon im November letzten Jahres gesagt, dass es sinnvoll wäre, die Spielzeit abzubrechen. Die Entscheidung des Verbands hat zwar lange gedauert, aber letztlich hat er ein richtiges Signal gesetzt und verantwortungsbewusst gehandelt. Sich jetzt hinzustellen und zu behaupten, es gäbe nichts Wichtigeres als Volleyball, würde der Corona-Situation in keiner Weise gerecht. Man darf in so einer Lage nichts erzwingen und muss als Amateursport zurückstecken.“ Kurzfristig hofft Gerd Hemforth zunächst einmal auf Freiluftsport zur Osterzeit. Dann könnte zumindest Beachvolleyball für seine Grillonen möglich sein. „Für die Mädels ist es ganz wichtig, auch wieder dieses Teamgefühl zu haben. Das wäre ein erster Schritt in diese Richtung“, sagt der Coach.

 

Saisonabbruch

REGION.  Für die Volleyballer der Dritten Liga und abwärts ist die Saison vorzeitig beendet. DVV und WVV haben den Spielbetrieb in den Klassen eingestellt

 

Die Entscheidung kommt wenig überraschend: Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat die Einstellung des Spielbetriebs in den Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen. Das teilte der DVV am Freitag mit.

Auf- und Absteiger, ebenso wie Meister, wird es nach der Einstellung nicht geben. Alle Mannschaften, die 2020/2021 für die Regionalliga beziehungsweise in der Dritten Liga spielberechtigt waren, können diese Spielberechtigung für die Saison 2021/2022 bis zum 15. Mai 2021 beantragen. Nicht vom Saisonende betroffen ist der Spielbetrieb der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ).

 

Der WVV teilte mit: „Auf Beschluss des Präsidiums vom 18.02.2021 wird der Spielbetrieb der Saison 2020/21 in allen Spielklassen (Kreisklasse bis Oberliga) aufgrund der Corona-Pandemie beendet. Der Jugendspielbetrieb bleibt ausgesetzt, der Spielbetrieb im Breiten- und Freizeitsport-Bereich ist grundsätzlich beendet.“ Es sei aktuell nicht abzusehen, wann ein Trainings- oder Spielbetrieb im WVV wieder aufgenommen werden dürfe.

Corona Update

 

VOLLEYBALL IN ZEITEN VON CORONA - BIS AUF WEITERES PAUSIERT DER SPIELBETRIEB IM WVV

04.02.2021

zuletzt aktualisiert am 04.02.2021 13:00 Uhr

Liebe Volleyballerinnen und Volleyballer,

die Corona Fallzahlen sind zwar zwischenzeitlich rückläufig, aufgrund der zunehmenden Mutationen des Virus haben Bund und Land NRW aber am 19.01.2021 den Lockdown bis zum 14.02.2021 verlängert. In NRW gilt weiterhin die erweiterte Corona-Schutzverordnung.

Das Präsidium hat bereits am 17.12.2020 beschlossen und am 12.01.2021 und 02.02.2021 bestätigt, dass der Spielbetrieb im Bereich des WVV Corona bedingt bis auf weiteres ruht. Derzeit kann niemand verbindlich sagen, wie lange der Trainings- und Spielbetrieb im WVV und in der WVJ aufgrund der politischen Entscheidungen pausieren muss.
Abhängig von der weiteren Entwicklung und den weiteren Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene wird das Präsidium am 02.03.2021 die aktuelle Situation wieder bewerten und weitere Entscheidungen treffen.

Die zuständigen Ausschüsse setzen sich im Mitte Februar 2021 erneut zusammen, wie es hinsichtlich einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs weitergehen kann. Der WVV setzt sich zusammen mit den Verbänden und dem LSB gegenüber der Politik in NRW dafür ein, dass schnellstmöglich wieder trainiert und Wettkampf betrieben werden darf.

Mit großer Mehrheit haben sich die Vereine im Rahmen einer Befragung im November 2020 dafür ausgesprochen, dass der Spielbetrieb nach Ende des Lockdowns sobald wie möglich weitergeführt wird und sogar bis in den Juni dauern könnte.

Leider kann derzeit niemand voraussehen, wie die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie verlaufen wird. Wir hoffen alle, dass sich die Lage zunehmend beruhigt und ein Trainings- und Spielbeginn bald wieder möglich sein wird.

 

Herzlichen Dank für Euer Verständnis!

WVV vom 18.12.2020

zuletzt aktualisiert am 18.12.2020 19:30 Uhr

Liebe Volleyballerinnen und Volleyballer,

da die Corona Fallzahlen im gesamten Bundesgebiet auch weiterhin nicht rückläufig sind, haben die Bundesregierung und die Länder einen Lockdown festgelegt. In NRW gilt vorerst bis zum 10.01.2021 die seit dem 30.11.2020 in Kraft gesetzte und zwischenzeitlich erweiterte Corona-Schutzverordnung.

Das Präsidium hat am 17.12.2020 beschlossen, dass der Spielbetrieb im Bereich des WVV Corona bedingt bis auf weiteres ruht. Derzeit kann niemand verbindlich sagen, wie lange der Trainings- und Spielbetrieb im WVV und in der WVJ aufgrund der politischen Entscheidungen pausieren muss.
Im Rahmen seiner nächsten Sitzung am 12.01.2021 wird das Präsidium die aktuelle Situation bewerten und weitere Entscheidungen treffen.

Mit großer Mehrheit haben sich die Vereine im Rahmen einer Befragung dafür ausgesprochen, dass der Spielbetrieb nach Ende des Lockdowns sobald wie möglich weitergeführt wird. Die zuständigen Ausschüsse setzen sich im Januar 2021 erneut zusammen, wie es hinsichtlich einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs weitergehen kann. Der WVV wird sich dann gegenüber der Politik in NRW mit Nachdruck dafür einsetzen, dass schnellstmöglich wieder trainiert und Wettkampf betrieben werden darf.

Leider kann derzeit niemand voraussehen, wie die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie verlaufen wird. Wir hoffen alle, dass sich die Lage zunehmend beruhigt und ein Trainings- und Spielbeginn bald wieder möglich sein wird.

Herzlichen Dank für Euer Verständnis!

VOLLEYBALL IN ZEITEN VON CORONA - PAUSIEREN DES SPIELBETRIEBS IM WVV BIS ZUM 31.12.2020

 

zuletzt aktualisiert am 15.11.2020 17:00 Uhr

Liebe Volleyballerinnen und Volleyballer,

durch das Ansteigen der Fallzahlen im gesamten Bundesgebiet sind weitere Einschränkungen durch die Bundesregierung und die Länder beschlossen worden. In NRW gilt vorerst bis zum 30.11.2020 die seit dem 02.11.2020 in Kraft gesetzte Corona-Schutzverordnung.

 

Aufgrund der immer noch hohen Fallzahlen in NRW ist derzeit leider nicht davon auszugehen, dass sich die Einschränkungen des Landes NRW in den nächsten Tagen ändern werden. Um bereits jetzt den Vereinen Planungssicherheit für die nächsten Wochen zu geben, hat das Präsidium am 13.11.2020  nachfolgende Beschlüsse gefasst.

 

  1. Der Spielbetrieb im Erwachsenenbereich (Oberliga bis Kreisliga), Jugend- und BFS Bereich pausiert bis zum 31.12.2020.
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  3. Der VSA wird beauftragt, sich im Rahmen seiner nächsten Sitzung am 25.11.2020 Gedanken über neue Spielsysteme ab dem 01.01.2021 zu machen. Das Präsidium wird über die Vorschläge in seiner nächsten Sitzung im Dezember diskutieren, diese in Kraft setzen und danach veröffentlichen.
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  5. Der Jugendspielausschuss wird gebeten, sich im Rahmen seiner nächsten Sitzung am 23.11.2020 Gedanken über die Spielformen und Qualifikationsmodi im Jugendbereich zu machen.
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  7. Für eine ab 01.01.2021 mögliche Weiterführung des BFS-Spielbetriebes treffen die BFS-Verantwortlichen in den Volleyballkreisen bzw. Bezirken vor Ort entsprechende Entscheidungen.
  8.  
  9. Der WVV wird gegenüber dem LSB NRW und dem Land NRW darauf drängen, dass das Trainieren von Mannschaften in den Vereinen auch für Volleyball als Kontaktsportart schnellstmöglich wieder ermöglicht wird.
  10.  

Leider kann derzeit niemand voraussehen, wie die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie verlaufen wird. Wir hoffen natürlich alle, dass sich die Lage zunehmend beruhigt und die Volleyball-Saison fortgesetzt werden kann, in welcher Weise und unter welchen Bedingungen auch immer.

Wir hoffen alle, dass wir unsere Sportart bald wieder ausüben können...

Herzlichen Dank für Euer Verständnis!

Beachanlage winterfest machen

Herzlichen Dank an Leo, Joelle und Sarah, die sich Zeit genommen haben, um mit mir die Beachanlage winterfest zu machen.

Herzlichen Dank an unsere Sponsoren!

Vereinsarbeit lebt von Helfern, Gönnern und Sponsoren und es ist nicht selbstverständlich in diesem Bereich Unterstützung zu finden. Wir schätzen uns daher glücklich Partner wie die AXA Gelsenkirchen-Marcel Bastek und die Blau Weiße Fahrschule GE an unserer Seite zu haben und bedanken uns herzlich für die tolle Zusammenarbeit. Nicht nur, dass wir demnächst sicher zu unseren Auswärtsspielen gefahren werden, sondern auch die neuen Pullover für das gesamte Team und die Banner, die demnächst unsere Heimspielhalle schmücken werden, haben wir euch zu verdanken. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit auch in turbulenten Zeiten.

Herzlichen Glückwunsch Kerstin

„Trotz dieser außergewöhnlichen Zeiten haben wir beim TC Gelsenkirchen etwas zu feiern. Unsere langjährige Libera Kerstin und ihr Micha haben sich das Ja-Wort gegen.

Wir gratulieren herzlich zur Hochzeit und wünschen Euch alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft.“

Wieder nichts: Dem TC Gelsenkirchen fehlt Selbstbewusstsein

VOLLEYBALL-OBERLIGA

 WAZ: Andree Hagel 26.09.2020, 20:18

 

AHAUS.  Aufsteiger TC Gelsenkirchen kassiert im dritten Saisonspiel die ?dritte Niederlage. 1:3 in Ahaus. Sorgen macht sich Trainer Hemforth aber nicht. Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen stehen nach ih­rer dritten Niederlage im dritten Saisonspiel nun als einziges punktloses Team am Tabellenende der Oberliga. Das 1:3 beim VfL Ahaus hat sicherlich auch geschmerzt. Sorgen um seine Mannschaft macht sich Gerd Hemforth aber nicht. „Es ist ja noch nicht viel passiert. Das ist auch keine Durchhalteparole“, sagt der Trainer des Aufsteigers. Wir sind körperlich und konditionell gut aufgestellt. Was uns fehlt, ist das Selbstbewusstsein: Ich kann es.“ Dass sie es können, haben die Grillonen auch in der Partie bei dem bis dahin ebenfalls punktlosen VfL Ahaus bewiesen – allerdings nicht lange genug. „Uns fehlt die Selbstverständlichkeit, nach einem gewonnenen ersten Satz die Ärmel weiter aufzukrempeln und weiter Gas zu geben“, sagte Gerd Hemforth, dessen Mannschaft aus dem psychologischen Vorteil nach dem 25:22 und 1:0 keinen Nutzen gezogen hatte. „Wir haben nicht richtig konsequent nachgelegt, Ahaus ist vor seinen eigenen Zuschauern stark und wir sind kleiner geworden. Und je kleiner du wirst, desto weniger klappt.“

 

Knieschmerzen: Gelsenkirchens Hauptangreiferin Jacqueline Wilim muss passen

 

Zumal eine Gelsenkirchener Option schon frühzeitig futsch war: Hauptangreiferin Jacqueline Wilim verdrehte sich den Fuß, hatte wieder Schmerzen an ihrem lädierten Knie und musste ausgewechselt werden. „Das war ein Schlag ins Kontor. Aber weil wir ja kein Geld verdienen, machen wir auch niemanden kaputt“, meinte der Grillonen-Trainer. Da Kathrin und Sabine Burczyk privat verhindert waren und somit zwei weitere Angreiferinnen fehlten, „waren die Wechselmöglichkeiten nicht so prickelnd, um auf Dauer für richtig neuen Schwung zu sorgen“, sagte Gerd Hemforth. Ob es mit den Burczyk-Schwestern im Münsterland besser gelaufen wäre, wollte der Trainer nicht sagen. „Das weiß man nicht“, meinte er. Der dritte Satz ist eine Short-Story – nur neun Gelsenkirchener Punkte

Nachdem die TCG-Volleyballerinnen den 1:1-Satzausgleich hatten hinnehmen müssen, lief im dritten Abschnitt fast gar nichts. „Das war eine Short-Story“, meinte Gerd Hemforth, dessen Team gerade mal neun Punkte geholt hatte. Hoffnung, den Tie-Break zu erreichen, keimte im vierten Satz auf. Aber? „Dann“, sagte der Coach, „war wieder der Wurm drin.“ Dieser Wurm lässt sich auch beschreiben, nämlich so, dass den Grillonen Fehler unterlaufen, die normalerweise nicht passieren.„Das sind drei, vier, fünf Aktionen, und die machen in einem Satz den Unterschied aus“, sagte Gerd Hemforth, der versuchte, dezent zu kritisieren – und zwar so: „Wir hatten zwölf Mädels dabei, und jedes hatte die Möglichkeit zu zeigen, was es kann.“ Und? „Das ist in einigen Bereichen nicht ganz so hervorragend gelungen. Das ist eine Kopfgeschichte. Wenn du anfängst, nachzudenken, bist du schon auf der Verliererseite.“

 

Nächstes Grillonen-Spiel am 10. Oktober bei der DJK Sportfreunde Datteln werden die Oberliga-Grillonen in zwei Wochen in Angriff nehmen, wenn sie am 10. Oktober (Samstag, 15 Uhr) bei der DJK Sportfreunde Datteln gastieren werden. „Wir müssen uns“, sagt TCG-Trainer Gerd Hemforth, „jetzt schütteln und neu aufstellen.“

Sätze: 22:25, 25:20, 25:9, 25:13.

TC Gelsenkirchen: Zagozen, Wilim, Müller, Gebauer, Schneyer, Salumu, Ress, Moskopp, Arifi, Plura, Palowski, Rietz.

 

Eine Frage des Willens für die Grillonen

WAZ - Thomas Tartemann 25.09.2020, 20:18

 

Gerd Hemforth, der Trainer der Oberliga-Volleyballerinnen des TCG, sah Fortschritte in der Partie gegen den Telekom Post SV Bielefeld. Am Samstag spielt das Team beim ebenfalls sieglosen VfL .

Beim VfL Ahaus sollen für die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen die ersten Oberliga-Punkte her. Die Burczyk-Schwestern fehlen.

 

Die Spielerinnen des Volleyball-Oberligisten TC Gelsenkirchen nehmen heute beim VfL Ahaus (16 Uhr, Halle am Berufskolleg für Technik) ihren dritten Anlauf, um in der noch jungen Saison erstmals Punkte einzufahren. Nach dem sang- und klanglosen 0:3 zum Auftakt bei VoR Paderborn II setzte es im zweiten Duell zuhause ein 1:3 gegen Telekom Post SV Bielefeld. „Da“, sagt Trainer Gerd Hemforth, „war eine Steigerung zu erkennen, aber das steht nicht in der Tabelle. Jetzt müssen Punkte her. Alleine schon deswegen, um zu vermeiden, dass wir in einen Negativstrudel geraten.“

 

Da Ahaus ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, erwartet der Grillonen-Coach „ein Duell auf Augenhöhe“. Nicht die Qualität wird in dieser Partie den Ausschlag geben, sondern der größere Biss. Hemforth: „Das wird eine Frage des Willens.“ Der ehemalige Gymnasiallehrer zeigt sich, was die Trainingseindrücke der letzten Tage angeht, zuversichtlich. „Wir sind in Sachen Spielfluss jetzt besser drauf. Die Intensität im Training ist hoch, die Abläufe klappen wesentlich flüssiger als zu Beginn.“

 

Gerade beim Auftaktspiel wirkten die Grillonen wie versteinert, waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, offenbarten zum Teil unerklärliche Fehlerquellen und erstarrten respektvoll vor dem Gegner. „Wir sind nicht gut gestartet, haben aber versucht, jetzt einige Baustellen zu beseitigen. Im letzten Jahr haben wir das erste Spiel gegen Höntrop gewonnen, das gab direkt Zuversicht, Schwung und Selbstvertrauen. Wir haben uns bestätigt gefühlt und eine gewisse Aufbruchstimmung gespürt. Jetzt sind wir in der neuen Liga erst einmal hinten dran, aber ich sehe bei meinen Spielerinnen keinen Knick in der Psyche.“

 

Das Spiel ist die Belohnung

 

Gerd Hemforth sagt das, was er den Mädels schon vor dem Start mit auf den Weg gegeben hat: „Sie sollen mit Riesenspaß in die Volleyball-Spiele gehen. Am Wochenende ist das Spiel die eigentliche Belohnung für die geleistete Trainingsarbeit unter der Woche. Wer hat schon Lust, die ganze Woche hart zu arbeiten, dann auswärts zu verlieren und mit langen Gesichtern zurück nach Gelsenkirchen zu fahren?“ Die Antwort schickt der Coach gleich hinterher: „Keiner.“

 

Mit Kathrin und Sabine Burczyk fällt das Schwestern-Duo bei den Grillonen für das Spiel in Ahaus aus privaten Gründen aus. Dafür rückt Neuzugang Denise Palowski erstmals in den TCG-Kader. „Wenn es der Spielverlauf zulässt, wird Denise auch einige Einsatzminuten bekommen. Versprechen kann ich nichts, aber es ist für sie erst einmal wichtig, dabei zu sein. Ich habe ja schon betont, dass wir in dieser Saison wirklich alle Spielerinnen brauchen“, sagt der Trainer.

 

Rückkehrerin Joelle Salumu war in den ersten Spielen bereits dabei und hat angedeutet, dass sie den Neuling weiterbringen kann. „Sie hat eine dynamische, vernünftige Sprungkraft, ist ein positiver Typ und ein Gewinn für uns“, streicht Hemforth heraus, „allerdings hat Joelle auch zwei Jahre nicht gespielt. Das merkt man schon am Selbstvertrauen. Zudem soll sie bei uns als Mittelblockerin auch im Angriff ihre Akzente setzen, was sie bei ihren letzten Klubs so nicht gespielt hat. Im Training kämpft sie sich von Woche zu Woche besser rein.“ Nicht nur für Salumu, sondern für das ganze Team gilt: Allmählich sollte der Knoten im Spiel platzen.

 

U20 teilweise erfolgreich

Am Samstag, den 19. September machten sich die Spielerinnen der 2.Oberliga Mannschaft spielbereit für das Spiel gegen SV Bayern Wuppertal und Rumelner TV.

 

Mit Enthusiasmus gingen sie in das erste Spiel gegen Wuppertal. (2:0)

 

Die Stimmung auf dem Feld war voller Energie. Mit präzise gespielten Angaben haben die Mädchen schon einige Punkte gemacht. Durch gute Annahmen konnten sie auch genaue Angriffe starten, welche die meisten Punkte machten.

Die Spielerinnen sprachen sich frühzeitig ab und gingen stets einzeln zum Ball. Das Gesamtbild der Mannschaft wirkte harmonisch.

Die Mädchen erkannten frühzeitig die Defizite Wuppertals und spielten immer wieder in die Lücken des Feldes.

Der erste Satz ging somit an TC Gelsenkirchen mit 25:15.

 

Vor dem zweiten Satz versammelten sich die Mädels einmal und besprachen den nächsten Satz,welche sie auch gewinnen wollten. Sie einigten sich darauf sich noch besser abzusprechen, noch lauter zu sein und die motivierte Stimmung auf dem Spielfeld zu halten.

Daraufhin klappte das Zusammenspielen auf dem Feld wie beim Training.

Die Abwehr funktionierte besser und viel schneller. Mit jedem Spielzug, den sie spielten, freuten sie sich umso mehr um den gewonnenen Punkt. Welche sich auch auf die Körpersprache der Spielerinnen auch aus wirkte. Sie zeigten sich selbstbewusster und ermutigten sich gegenseitig.

Aufgrund dessen gewann der TCG auch das erste Spiel. (25:17)

 

Und somit gingen sie volle Energie ins zweite Spiel gegen Rumelner TV.(1:2)

Die Mädchen ließen nicht nach und nutzten die Eigenfehler Rumelners zu ihren Vorteilen.

Die Angaben blieben stark,sowie die Annahme der Mädchen.Dies führte dazu, dass die Angriffe noch besser kamen. Womit sie auch diesen Satz gewonnen haben(25:09)

 

Im zweiten Satz jedoch kam es zum Hochmut. Die Motivation fiel und es wurden viele Eigenfehler gemacht.

Worauf es kein wirkliches Zusammenspiel gab.

Durch viele Missverständnisse hat sich die Abwehr deutlich verschlechtert.

Die Annahme-Fehler häuften sich dementsprechend immer mehr, sodass es auch zu keinen guten Angriffen kommen konnte, die der Mannschaft dazu verhelfen könnte Punkte zu machen.(21:25)

 

Vor dem dritten Satz bauten sich die Mädels wieder gegenseitig auf und versuchten als Mannschaft ihre Fähigkeiten auf dem Feld zu zeigen.

Die Annahme erfolgte deutlich besser als im zweiten Satz.

Die Spielerinnen bewegten sich auch schneller und versuchten die Lücken auf dem Spielfeld zu besetzen.

Jedoch verlor die Mannschaft ihre Motivation im dritten Satz, sobald das gegnerische Team mehrfach hintereinander Punkte erzielte.

 

Die 2. Oberliga Mannschaft funktionierte im dritten Satz nicht, wie in der Besprechung geplant und sehr viele Eigenfehler führten dann doch zur Niederlage. (11:15)

Alisa

TC Gelsenkirchen – Telekom Post SV Bielefeld 1:3 (23:25, 25:23, 24:26, 17:25)

Gresa Arifi (l.) und Jacqueline Wilim vom TC Gelsenkirchen versuchen alles, aber der Punkt geht im Volleyball-Oberligaduell an die Bielefelderinnen. Foto: WAZ

 

Gelsenkirchener Volleyballerinnen brauchen noch Zeit

 

Thomas Tartemann - WAZ

12.09.2020, 19:18

 

Gelsenkirchen  Aufsteiger TC Gelsenkirchen zeigt sich in der Oberliga zwar formverbessert, kassiert aber die zweite Niederlage im zweiten Spiel.

An dieses Bild müssen sich Spielerinnen und Fans erst gewöhnen. Zwei Spiele sind in der Volleyball-Oberliga absolviert, aber noch steht die Null bei den Grillonen. Nach dem sang- und klanglosen 0:3 zum Auftakt bei VoR Paderborn II zeigten sich die Gelsenkirchenerinnen zuhause in der Wildenbruchhalle gegen Telekom Post SV Bielefeld zwar verbessert, verloren aber am Ende erneut deutlich 1:3. Mit null Zählern kleben die Grillonen vorerst im Tabellenkeller der Oberliga fest.

Ähnlich wie zuletzt in Paderborn erwischte der Aufsteiger auch vor heimischem Publikum keinen guten Start. Im ersten Satz lagen Nadine Müller & Co. früh mit 0:6 im Hintertreffen. „Das darf einfach nicht passieren. So einen klaren Rückstand aufzuholen, kostet immer viel Energie. Meine Spielerinnen hatten teilweise gute Aktionen dabei, bevor dann wieder einfache Fehler hinzukamen. In den entscheidenden Situationen fehlt uns noch die Abgeklärtheit“, analysiert Trainer Gerd Hemforth.

Zwar kamen die Grillonen im ersten Satz zurück, glichen zum zwischenzeitlichen 21:21 aus, aber das bessere Ende hatten die Bielefelderinnen. Im zweiten Satz wirkten die TCG-Mädels griffiger und zielstrebiger. Der Lohn: Eine schnelle 6:1-Führung, die aber im weiteren Satzverlauf zusammenschmolz, bevor es im Endspurt doch noch zu einem 25:23 reichte. Nach dem Satz-Ausgleich folgte wieder ein Dämpfer.

Die Gastgeberinnen, die auf Kerstin Zagozen (erkrankt), Lena Moskopp (wegen Knieproblemen geschont) und Neuzugang Denise Palowski (private Gründe) verzichten mussten, gerieten mit 4:8 und 9:14 in Rückstand, kämpften sich zurück und kamen zum 24:24-Ausgleich. Wieder verbuchten die Bielefelderinnen die entscheidenden Punkte zum knappen Satzgewinn. Gerd Hemforth: „Es war ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Die Bielefelderinnen hatten unsere Begegnung in Paderborn, bei der wir wirklich nichts auf die Kette bekommen haben, beobachtet. Sie mussten sich gegen uns richtig strecken. Für meine Mädels wäre ein Punkt absolut verdient gewesen.“

Im vierten Satz führten die Grillonen erst 6:4, gerieten dann 6:9 ins Hintertreffen und schoben sich wieder knapp 11:10 nach vorne. Vier Patzer und unglückliche Entscheidungen binnen weniger Sekunden ließen den Satz zugunsten der Ostwestfälinnen kippen. Bielefeld spielte die Führung eiskalt herunter und jubelte nach dem 25:17 ausgelassen: „Hier regiert der Post SV!“

Bei den Grillonen begannen sichtlich geknickt die Aufräumarbeiten. Das Netz wurde abgebaut, die Bälle eingesammelt, der Tisch der Corona-Beauftragten, die sämtliche Zuschauerdaten notierte und allen Besuchern Desinfektionsspray in die Hände sprühte, abgebaut. „Das ganze Drumherum hat funktioniert, alle Corona-Bestimmungen zu erfüllen, bedeutet eine Herausforderung, aber wir haben es zusammen gut gemeistert“, bilanzierte Gerd Hemforth, der mit einigen Helfern zweieinhalb Stunden vor Anpfiff in der Halle war, um alles vorzubereiten.

Was bislang noch nicht wunschgemäß funktioniert, ist das Ankommen in der höheren Spielklasse. „Wir haben einen kleinen Schritt gemacht“, sagt der Coach, „der Auftritt war deutlich besser als in der letzten Woche. Wir benötigen noch drei, vier Wochen, dann werden sich auch Erfolge einstellen. Bei uns muss eine gewisse Routine rein. Die Mädels müssen das in die Waagschale werfen, was sie können – und nicht die Highlights auspacken, die normalerweise nur funktionieren, wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen.“

 

TCG: Ress, Gebauer, Arifi, Plura, Schneyer, Wilim, S. Burczyk, K. Burczyk, Müller, Rietz, Salumu, Moskopp.

 

Spieleindrücke gegen Post SV Bielefeld

Damen 2 mit Niederlage zum Saisonstart

VC Reken : TCG 2

3:0 , 25:16, 25:17, 25:18

 

Am Samstag, den 12. September machten sich die Spielerinnen der 2.Damenmannschaft spielbereit für das Spiel gegen Reken.

 

Voller Euphorie starteten sie den ersten Satz und führten anfangs mit 1:4 für TC Gelsenkirchen.

Trotz der Führung ließen die Mädchen nach und fingen an sehr viele Eigenfehler zu begehen.

Es erfolgten zwar einige gute Angaben, doch die schlechte Annahme der Mädchen führte dazu, dass nicht angegriffen werden konnte. Die Spielerinnen sprachen sich nicht ab und gingen teilweise zu zweit zum Ball. Das Gesamtbild der Mannschaft wirkte sehr chaotisch als eher harmonisch.

Die gegnerische Mannschaft erkannte frühzeitig dieses Defizit und spielte immer wieder in die Lücken auf dem Feld.

Der erste Satz ging somit an Reken mit 25:16.

 

Vor dem zweiten Satz ermutigten sich die Mädels gegenseitig und versuchten die erste Satzniederlage zu ignorieren. Sie einigten sich darauf sich besser abzusprechen, lauter zu sein  und motivierter auf dem Spielfeld aufzutreten.

Nichtsdestotrotz klappte das Zusammenspielen auf dem Feld nicht wie beim Training.

Die Abwehr funktionierte kaum und dies lag hauptsächlich daran, dass die Mädels sehr verunsichert wurden. Mit jedem Spielzug, den sie spielten wurden sie demotivierter und dies wirkte sich auch auf die Körpersprache der Spielerinnen aus. Sie traten nicht mehr selbstbewusst auf und hörten auf sich gegenseitig zu ermutigen. Die Annahme-Fehler häuften sich dementsprechend immer mehr, sodass es auch zu keinen guten Angriffen kam , die der Mannschaft dazu verhelfen könnten Punkte zu machen.(25:17)

Vor dem dritten Satz bauten sich die Mädels wieder gegenseitig auf und versuchten als Mannschaft ihre Fähigkeiten auf dem Feld zu zeigen.

Die Annahme erfolgte deutlich besser als im ersten Satz.

Die Spielerinnen bewegten sich schneller und versuchten die Lücken auf dem Spielfeld zu besetzen.

Auch im dritten Satz verlor die Mannschaft ihre Motivation sobald das gegnerische Team mehrfach hintereinander Punkte erzielte.

Die 2. Damenmannschaft funktionierte im dritten Satz nicht wie in der Besprechung geplant und sehr viele Eigenfehler führten zur Niederlage. (25:18)

 

Seyda

GRILLONEN ERHALTEN LEHRSTUNDE ZUM AUFTAKT

WAZ vom 8.9.2020

VoR Paderborn II – TC Gelsenkirchen 3:0

 

GELSENKIRCHEN.  Der TC Gelsenkirchen kassiert eine 0:3-Niederlage bei VoR Paderborn II. „Wir waren zu Beginn in Schockstarre“, sagt TC-Trainer Gerd Hemforth.

Die erste Euphorie der Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen hat einen kräftigen Dämpfer erlitten. Zum Auftakt in der Oberliga gab es für den Aufsteiger eine deftige Abfuhr bei der Zweitvertretung des VoR Padernorn. Die Grillonen, die in der letzten Spielzeit nur eine Liga-Begegnung knapp verloren hatten, kassierten eine 0:3-Pleite.

 

Dabei war Trainer Gerd Hemforth kurz vor Spielbeginn noch zuversichtlich. „Wir hatten keine Probleme bei der Anreise, haben eine schöne Umkleidekabine vorgefunden und uns gut eingespielt. Das sah alles positiv aus, doch als das Spiel anfing, waren alle in Schockstarre.“

 

Die Grillonen bekamen die Bälle nur so um die Ohren und lagen zwischenzeitlich 0:12 zurück. „Ich habe früh eine Auszeit genommen, um dadurch wachzurütteln und vielleicht ein Break herbeizuführen. Aber das hat alles nichts genutzt. Wir waren unbeweglich und im Kopf blockiert“, stellte der Coach fest.

 

Kaninchen vor der Schlange

 

Hemforth steckte mit seinem neuen Co-Trainer Tim Boer, der selbst bei VV Humann Essen aktiv Volleyball spielt, die Köpfe zusammen. „Wir konnten machen, was wir wollten: Es blieb alles ohne Erfolg“, so Hemforth, der feststellte: „Das hat gewirkt, als würde das Kaninchen vor der Schlange erstarren. Selbst nach Wechseln sind wir nicht richtig in Tritt gekommen. Es hat nichts funktioniert, es gab eine komplette Blockade.“

 

Der erste Satz ging mit 25:6 an die Gastgeberinnen.„Im zweiten Satz haben wir uns etwas bekrabbelt“, meinte Gerd Hemforth, „da sind wir annähernd an unsere Normalform herangekommen. Zwischenzeitlich lagen wir mit 12:8 vorne, das wirkte dann schon alles etwas griffiger.“
Satz kippt doch noch

 

Doch dann kippte auch dieser Satz, die Grillonen gerieten nach einem Paderborner Lauf mit 12:19 in Rückstand und mussten den Satz mit 21:25 abgeben. „Wir hatten wieder eine Phase, in der nichts klappte“, sagte der TCG-Trainer.
Im letzten Satz hielt der Aufsteiger ordentlich dagegen, verbuchte einige Punkte. „Es ging lange hin und her, bis Paderborn auf drei Punkte davon zog. Das konnten wir dann nicht mehr aufholen. Wenn man alle Netzfehler und die nicht optimalen Bälle, die wir gespielt haben, zusammenzählt, dann kommt man sicherlich auf zwei verschenkte Sätze. Irgendwann geht es natürlich an die Psyche, dann beginnt das Kopfkino und die Mädels fangen an, zu grübeln. Wir haben zum Auftakt Lehrgeld bezahlt, aber das ist unter dem Strich kein Beinbruch. Die Saison ist noch lang. Wir werden unsere Punkte machen“, zeigt sich der Grillonen-Coach zuversichtlich.
Analyse auf der Rückfahrt

Schon auf der Rückfahrt gingen die TCG-Spielerinnen im Bus in die Analyse, um die deutliche Niederlage sachlich aufzuarbeiten. Für sie ist die Erfahrung neu. In den vergangenen zwei Jahren eilte das Team von Erfolg zu Erfolg.

 

„Die Mädels haben selbst erkannt, woran es lag. Es gab keine Schuldzuweisungen. Wir sind insgesamt zu ängstlich, zu respektvoll aufgetreten. Heute werden wir das Ganze noch mal analysieren.“ Und dann? „Schütteln wir uns und bereiten uns auf das Samstagspiel gegen Bielefeld in eigener Halle vor. Wir stellen uns jetzt bestimmt nicht hin und sagen: Wir können nichts. Es geht darum, an kleinen Stellschrauben zu drehen und es besser zu machen“, stellt Gerd Hemforth fest.

 


Sätze: (25:6, 25:21, 25:19)
TC Gelsenkirchen: Zagozen, Wilim, Müller, Gebauer, Schneyer, Salumu, K. Burczyk, Moskopp, Ress, Arifi, Plura, Rietz

DAS ABENTEUER OBERLIGA BEGINNT

WAZ vom 4.9.2020

 

GELSENKIRCHEN.  Nach etlichen Trainingseinheiten und zwei Testspielen wird es nun wieder ernst für die Grillonen.

Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen verbringen fast den kompletten Sonntag gemeinsam. Um 9 Uhr treffen sich Kapitänin Sarah Plura & Co. zur Abfahrt in Gelsenkirchen, anschließend geht es per Bus ins rund 150 Kilometer entfernte Paderborn, wo ab 12.30 Uhr das erste Oberliga-Punktspiel beim neuformierten Team des VoR Paderborn II ansteht. „Wir sind dann am späten Nachmittag wieder zurück“, sagt TCG-Trainer Gerd Hemforth. Der ehemalige Gymnasiallehrer hofft darauf, dass die Rückreise nicht mit leeren Händen stattfindet.

 

Im Vergleich zur vergangenen Verbandsliga-Spielzeit, in der die Grillonen den Gegnerinnen die Bälle nur so um die Ohren knallten und sich mit zwölf Punkten Vorsprung auf den TB Höntrop souverän den ersten Platz sicherten, sind die Vorzeichen jetzt anders. „Wir werden nicht so durch die Liga marschieren“, sagt Gerd Hemforth. „Das wird für uns ein großes Abenteuer. Einige Vereine, wie etwa Gladbeck, Bottrop/Borbeck oder Datteln, kennen wir. Andere sind für uns absolutes Neuland.“

Dazu zählt auch die Paderborner Zweitvertretung, die nach dem Corona-Break im Juni wieder das Training aufgenommen hat und ähnlich wie die Grillonen auch eine Beachvolleyball-Anlage zusätzlich zum Hallentraining nutzen konnten. Vorteile dürfen in Sachen Trainings-Intensität also weder die Ostwestfalen-Mädels noch das TCG-Team haben. „Was die Wettkampfpraxis angeht, hätten ich mir für meine Mannschaft das eine oder andere Spiel mehr gewünscht“, stellt der Grillonen-Trainer fest. In zwei Vorbereitungspartien gab es eine knappe Niederlage gegen den TB Oberhausen-Osterfeld und ein 2:2-Remis gegen den TV Gladbeck II. „Im Training konnten wir unser Programm durchziehen, aber was das Spielerische angeht, fehlen uns einige Begegnungen“, sagt Gerd Hemforth.

 

Grillonen gleich gegen starken Gegner

 

Der TCG-Trainer ordnet Paderborn als Mannschaft „aus dem oberen Regal“ ein und findet den zu erwartenden harten Auftakt durchaus positiv. „Mir ist das lieber, gleich gegen einen starken Gegner zu spielen, weil man dann direkt weiß, wie der Hase läuft. Die Mädels sollen es genießen, dass wir den Aufstieg geschafft haben. In der Oberliga anzutreten, bedeutet für uns nach zwei Jahren harter Arbeit auch eine Art Belohnung. Aber alle müssen natürlich richtig einordnen können, dass es mehr Rückschläge geben wird als zuletzt. Wir haben in den vergangenen zwei Spielzeiten insgesamt nur vier Spiele verloren. Jetzt wird es auch mal Nackenschläge geben. In so einem Fall muss man schnell aufstehen und weitermachen.“

 

Insgesamt 14 Spielerinnen umfasst der Kader des TC Gelsenkirchen für die Saison 2020/21. Mit Joelle Salumu (zuletzt vereinslos) und Denise Palowski (MTV Union Hamborn) sind zwei externe Zugänge dabei. Wobei der Begriff „neu“ bei Joelle Salumu relativ ist. „Joelle hat im Alter von zehn Jahren bei mir mit dem Volleyball angefangen, war dann in Herne und Gladbeck, bevor sie zu uns zurückgekehrt ist“, schildert Gerd Hemforth.

 

Die Mittelangreiferin wird gegen Paderborn bereits zum Spieltagskader der Grillonen zählen, während sich Außenangreiferin Denise Pawlowski wohl noch etwas gedulden muss. „Das“, betont der Coach, „ist aber kein Beinbruch. Wir brauchen jede Spielerin. Unser Ziel ist es, nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Platz fünf oder sechs sollte für uns machbar sein.“

 

Die große Ungewissheit hat ein Ende - Aufstieg perfekt

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