4. TABELLENPLATZ FÜR TC GELSENKIRCHEN OBERLIGA DAMEN NACH 3:0 SIEG

Leonie Ress hat sich ihr vorerst letztes Volleyball-Spiel anders vorgestellt. Oberligist TC Gelsenkirchen schlägt den TV Gladbeck II aber 3:0.


Was ist denn da plötzlich los? 0:4 steht es im dritten Satz, als Trainer Gerd Hemforth eine Auszeit nimmt. Dann heißt es sogar 0:5. Die Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen wollen doch nicht etwa ihre 2:0-Satzführung und das Spiel gegen das schwache Schlusslicht TV Gladbeck II aus der Hand geben? Sie müssen sich dann noch ein bisschen quälen, bevor sie wieder auf Kurs kommen, zumindest halbwegs, und ihren vierten Sieg im vierten Saisonheimspiel letztlich sicher nach Hause fahren – mit 3:0 (25:18, 25:16, 25:17).

 

Als der Motor der Grillonen gewaltig stotterte, musste Leonie Ress ihren Platz, den sie soeben erst eingenommen hatte, schon wieder räumen. Es lief nicht. „Ich musste sie leider wieder auswechseln, was ihr sicher nicht gefallen hat“, sagte Gerd Hemforth, der seiner Außenangreiferin bei deren vorerst letztem Auftritt ein besseres Spiel gewünscht hätte. Die Lehramtsstudentin – Deutsch und Geschichte – wird für drei Monate nach Ecuador fliegen. „Aber“, sagte der Coach, „ich kann nicht warten, bis es auf einmal 0:10 steht.“ Leonie Ress jedenfalls war wütend, sehr wütend sogar. Sie kickte die Wasserpulle, die zwar artig auf dem Boden, aber eben auch im Weg stand, mit einem sehr zornigen Blick weg. Rums!

 

Die Fußballer des Erler SV 08 geben mächtig Gas

Von einem stotternden Motor sprach Gerd Hemforth nicht. Ob’s auch daran lag, dass der Motor auf der Tribüne der wieder mal arschkalten Sporthalle Vinckestraße überhaupt nicht gestottert hatte? Die Fußballer der zweiten Mannschaft des Erler SV 08 gaben nämlich samt Anhang mächtig Gas. „Wir waren teilweise ein bisschen verkrampft“, meinte der Grillonen-Trainer. Und das Ergebnis war – eben auch, weil die Gladbecker Reserve so schwach war –, dass sich ein Volleyball-Spiel entwickelte, das nur sehr selten begeisterte, geschweige denn mitriss.

 

Allerdings gab Gerd Hemforth auch zu bedenken, dass es die erste Partie seines Teams nach fünf Wochen gewesen sei und zwischenzeitlich nicht einmal ein Testspiel stattgefunden habe. „Das, was notwendig war, um die drei Punkte zu holen und den Abstand zum Abstiegsplatz zu vergrößern, haben wir erfüllt“, sagte der TCG-Coach. Mehr jedoch nicht. Und er ließ auch nicht unerwähnt, dass der TV Gladbeck II „nicht umsonst mit einem Punkt auf dem letzten Platz steht“.

 

Trainer Gerd Hemforth lobt Zuspielerin Lena Moskopp

Wichtig war Gerd Hemforth in dieser Partie, allen seiner Volleyballerinnen Spielzeiten zu geben. So ließ er etwa Lena Moskopp statt Jana Ress als Zuspielerin starten – und war mit ihr zufrieden. „Sie hat ein recht ordentliche Leistung gezeigt“, sagte der Trainer, der dann zu Beginn des dritten Satzes wechselte und Jana Ress brachte.

 

Nachdem die TCG-Volleyballerinnen die ersten beiden Sätze – garniert mit einigen Assen – dank ihrer Vorteile in puncto Qualität und Cleverness souverän für sich entschieden hatten, dauerte die Anlaufphase im dritten Abschnitt dann deutlich länger. Dabei sah Gerd Hemforth bei beiden Mannschaften regelmäßig gute Aktionen in der Feldverteidigung, aber „wir haben bei langen Ballwechseln immer wieder mal den Kopf verloren“, sagte der Grillonen-Trainer. Nichtsdestotrotz stellten seine Mädels den Schalter nach dem 15:15, als ihnen ein 6:0-Lauf gelang, endgültig auf 3:0-Sieg.

 

So haben sie gespielt:

Sätze: 25:18, 25:16, 25:17.

TC Gelsenkirchen: Willim, Rietz, Burczyk, Müller, Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj, L. Ress, Moskopp, J. Ress, Plura.

HEMFORTH SIEHT VIEL POSITIVES

Frauen Volleyball Oberliga 

 

WAZ 14.12.2021 von Andree Hagel

 

Grillonen jubeln über souveränen 3:0-Sieg im Derby über die SG Borbeck/Bottrop. Zuspielerin Jana Ress bringt acht Aufschläge in Folge durch

 

Okay: Das eine oder andere Mal schimpft Gerd Hemforth auch. Doch die meiste Zeit hockt der Trainer der Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen in seiner dicken Jacke in der arschkalten Sporthalle Vinckestraße entspannt auf seinem Stuhl. Und im dritten Satz, in dem seine Spielerinnen ihren 3:0 (25:18, 25:22, 25:12)-Sieg über die SG Borbeck/Bottrop ganz cool nach Hause bringen, applaudiert er auch immer wieder mal. Es war ein Spiel, in dem zwei Teams aufeinandertrafen, die sich nahezu in- und auswendig kennen. Ein Treffen unter Bekannten.

 

„Es war nicht alles Gold, was glänzte, aber wir haben eine ganze Reihe guter Sachen gemacht.“ Gerd Hemforth, Trainer des TC Gelsenkirchen, nach dem Heimsieg.

 

Das war für Gerd Hemforth auch der Grund, dass der Beginn doch eher zäh war. „Vorsichtig“, nannte es der Grillonen-Coach. Doch schnell sah er, dass seine Mädels das, was vorher besprochen worden war, auf die Platte brachten. Auffällig war vor allem die gute Blockarbeit der TCG-Volleyballerinnen. „Aber wir hatten auch eine gute Annahme, so dass wir einige gute Sachen machen konnten“, sagte Gerd Hemforth. Im ersten Satz, in dem die Grillonen zwischenzeitlich auch mal zurückgelegen hatten, war Jana Ress an der entscheidenden Phase maßgeblich beteiligt. Die Zuspielerin brachte nach dem 15:15 acht Aufschläge in Folge durch: 23:15. Eine eher seltene Serie „Das ist eine Serie, die nicht so oft vorkommt“, sagte Gerd Hemforth. Aber der Trainer wies darauf hin, dass auch die gute Blockarbeit ein wichtiger Faktor bei diesem 9:0-Lauf gewesen sei. Der einzige spannende Satz war der zweite. Da war SG-Coach Florian Rieck auch nicht ganz so oft böse wie im ersten. Zumal sich sein Team auf 22:23 herankämpfte. Dann aber nahm sein Gegenüber Gerd Hemforth eine Auszeit, und letztlich stellten Jacqueline Willim und Nadine Müller einen für das Borbeck/Bottrop- Team unüberwindbaren Block. 25:22, 2:0. Der Rest, der dritte Satz, den die Grillonen mit einer 5:0-Führung eröffneten, war kaum mehr als Formsache. 

 

Schmerzhaft war dieser letzte Abschnitt allerdings für Mandy Pickarski: Die SG-Zuspielerin knickte am Netz mit ihrem rechten Fuß um und weinte, so dass die Partie mehrere Minuten unterbrochen werden musste. „Das war das schlechte i-Tüpfelchen für unseren Gegner, aber das Spiel war da schon gegessen“, sagte Gerd Hemforth und stellte fest. „Es war nicht alles Gold, was glänzte. Aber wir haben eine ganze Reihe guter Sachen gemacht.“ Und die Grillonen haben nach diesem 3:0 ihren dritten Saisonsieg unter Dach und Fach. „Damit sind wir recht gut dabei“, meint der TCG-Coach, der weiterhin betont, dass es für seine Mannschaft nur um den Klassenerhalt gehe. Es geht nur um den Liga-Verbleib „Von anderen Sachen zu träumen, wäre vermessen“, sagt der erfahrene Grillonen-Coach. Obwohl auch noch die sportgerichtliche Entscheidung zur ausgefallenen Partie beim TSV Bayer Dormagen aussteht, die Staffelleiterin Dagmar Francke mit 0:3 gegen die Gelsenkirchenerinnen gewertet hat.

 

Sätze: 25:18, 25:22, 25:12.

TC Gelsenkirchen: Wilim, Rietz, Burczyk, Müller, Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj, L. Ress, Moskopp (n. e.), J. Ress, Plura, Palowski (n. e.).

TC GELSENKIRCHEN HOLT 3 WICHTIGE PUNKTE GEGEN ABSTIEG

Frauen Volleyball Oberliga 

 

WAZ 29.11.2021 von Andree Hagel

 

Nach seiner 1:3-Niederlage bei der WVV-Auswahl feiert der TC Gelsenkirchen seinen zweiten Saisonsieg. 3:0-Erfolg über den VfL Telstar Bochum.

Der zweite Saisonsieg ist unter Dach und Fach: Einen Tag nach ihrer 1:3 (23:25, 25:18, 25:18, 25:15)-Niederlage gegen die Mädchen-Auswahl des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) haben sich die Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen vor heimischer Kulisse mit 3:0 (25:22, 25:20, 25:19) gegen den VfL Telstar Bochum durchgesetzt. „Die Highlights haben gefehlt“, sagte Gerd Hemforth, der Trainer der Grillonen. „Aber wir haben ein konstant gutes Spiel gemacht und drei weitere Punkte gegen den Abstieg geholt.“

 

Die Partie gegen die WVV-Auswahl, "die in Deutschland tonangebend ist", wie Gerd Hemforth sagt, endete für die Gelsenkirchnerinnen zwar mit einer Niederlage, hatte aber weitaus mehr Qualität als das Spiel tags darauf gegen den VfL Telstar Bochum.

 

 

Jana Ress fehlt dem TC Gelsenkirchen gegen die WVV-Auswahl

 

Nichtsdestotrotz kamen die Grillonen gegen die Auswahl gut ins Spiel und schafften es auch, den ersten Satz für sich zu entscheiden. Was dann jedoch passierte, war für Gerd Hemforth überhaupt keine Überraschung: Konzentration und Präzision gingen immer mehr flöten. „Von Satz zu Satz schwanden wegen der körperlichen Probleme die Kräfte“, sagte der Coach. „In der ersten Woche drei, in der zweiten fünf bis sechs und in der dritten sechs bis acht Spielerinnen beim Training. Das ist als Vorbereitung nicht das, was man sich vorstellt.“

 

Allerdings machte Gerd Hemforth auch kein Geheimnis daraus, dass ihn das Auswahl-Team, das am selben Tag zuvor die Reserve des TV Gladbeck mit 3:0 geschlagen hatte, überzeugte: vor allem über die Au­ßenangreiferinnen. „Große Mädels: Die sind gut gesprungen und haben einen schnellen Arm“, berichtete der Grillonen-Trainer, der sich darüber freute, dass Zuspielerin Lena Moskopp nach ihrer langen Verletzungspause wieder in Schwung kommt. „Sie hat das gut gemacht“, sagte Gerd Hemforth, dem Jana Ress gegen die WVV-Auswahl gefehlt hatte, die dann aber gegen Telstar dabei war. „Ich muss Lena noch ein bisschen schonen“, erzählte Gerd Hemforth, der seiner Mannschaft nach diesem 1:3 gesagt hatte, dass das Training gewesen und dass es gegen Bochum das Spiel sei.

 

 

Noch zwei Spiele 2021: SG Borbeck/Bottrop und RC Borken-Hoxfeld III

 

Und wie bei der ersten Saison-Heimpartie, dem 3:1 über die Hildener AT, gab es auch diesmal in der Sporthalle des Leibniz-Gymnasiums einen Sieg. „Das war nicht auf dem Niveau des Spiels gegen die WVV-Auswahl, grundsätzlich nicht“, sagte Gerd Hemforth. Ein ganz großer Unterschied war, dass die Gegenwehr des VfL Telstar deutlich geringer war. So setzten sich die Grillonen gegen ihren Reviernachbarn, für den es bereits die vierte Niederlage in Serie war, ohne Satzverlust durch.

 

Sollte es nicht schon bald zu einer Corona-Pause kommen, stehen für den TC Gelsenkirchen in diesem Jahr noch zwei Partien auf dem Programm: am 12. Dezember (Sonntag, 13 Uhr) gegen den Tabellendrittletzten SG Borbeck/Bottrop und am 19. Dezember (Sonntag, 15 Uhr) beim Tabellenvierten RC Borken-Hoxfeld III. „Wenn wir von diesen beiden Spielen mindestens eins gewinnen, sind wir auf einem guten Weg“, sagt Grillonen-Trainer Gerd Hemforth. Auf dem Weg zum Oberliga-Klassenerhalt. Zumal, daran sei noch einmal erinnert, nur eine Mannschaft absteigen wird.

 

So haben sie gespielt:

WVV-Auswahl – TC Gelsenkirchen 3:1

Sätze: 23:25, 25:18, 25:18, 25:15.

TC Gelsenkirchen: Wilim, Rietz, Burczyk, Müller, Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj, L. Ress, Moskopp.

 

TC Gelsenkirchen – VfL Telstar Bochum 3:0

Sätze: 25:22, 25:20, 25:19.

TC Gelsenkirchen: Wilim, Rietz, Burczyk, Müller, Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj, L. Ress, Moskopp, J. Ress.

HISTORISCHER VOLLEYBALL-TAG FÜR DEN TC GELSENKIRCHEN

 

 

Frauen Volleyball Oberliga 

 

WAZ 31.10.2021 von Andree Hagel

 

Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen feiern den ersten Oberliga-Sieg der Vereinsgeschichte. 3:1 über die Hildener AT. Tolle Unterstützung.

So sieht ein zufriedener und glücklicher Trainer aus: Gerd Hemforth applaudiert immer wieder, er reißt immer wieder den rechten Arm hoch und lässt den Zeigefinger kreisen. Und als das Spiel dann vorbei ist, kreisen seine Volleyballerinnen. Sie tanzen und jubeln, nachdem sie dem TC Gelsenkirchen am Abend des 30. Oktober 2021 einen Tag für die Geschichtsbücher beschert haben – nämlich den ersten Oberliga-Sieg der Vereinsgeschichte. Und dieses 3:1 (25:17, 25:23, 22:25, 25:16) ge­gen die Hildener AT, es ist hochverdient.

 

„Klar, der Gegner hat auch Fehler gemacht“, sagt Grillonen-Trainer Gerd Hemforth. „Aber wir haben das heute konsequent durchgezogen und nicht wie vor einer Woche in Hünxe nach dem ersten Satz alles liegenlassen.“ Da haben die TCG-Volleyballerinnen zum Saisonstart nach einem sehr guten ersten Abschnitt (25:10) mit 1:3 verloren.

 

Paula Schneyer beendet zweiten Satz mit ihrem Punkt zum 25:23

Die Gelsenkirchenerinnen, die auch auf Jacqueline Wilim verzichten mussten, nachdem sich die Au­ßenangreiferin beim Abschlusstraining verletzt hatte, machten eigentlich da weiter, wo sie in Hünxe im ersten Absatz aufgehört hatten – mit einem Unterschied: Sabine Burczyk trug diesmal kein schwarzes Libera-Trikot, sondern ein rotes wie alle anderen. Schon mit vielen ihrer Aufschläge erzeugten die Grillonen mächtig Dampf, so dass der Gast kaum zu einem geordneten Spielaufbau kam.

 

„Wir haben die Hildenerinnen vom Aufschlag an unter Druck gesetzt“, sagte Trainer Gerd Hemforth, dessen Team den ersten Satz locker und den zweiten etwas mühevoller nach Hause gebracht hatte. Doch den beendete dann Paula Schneyer mit ihrem Punkt zum 25:23, nachdem die Grillonen drei Satzbälle ausgelassen hatten. Hildens Carina Otto blieb nach dem Schmetterschlag nur noch eine frustrierte Fußabwehr.

Nadine Müller bringt sieben Aufschläge hintereinander durch

Was den TCG-Mädels half, war die tolle Unterstützung von der Tribüne in der Sporthalle an der Vinckestraße. „Die Stimmung hat eine Menge dazu beigetragen. Überragend“, sagte Gerd Hemforth. Und die half auch, dass die Grillonen nach ihrem verlorenen dritten Satz schnell wieder aus dem Loch herausguckten, in das sie gefallen waren.

 

„Das war das Gute, dass wir uns nach diesem Loch gut erholt haben“, meinte auch Gerd Hemforth. Und wie! Nach dem 2:7 holten sich die Grillonen das Aufschlagrecht, und Nadine Müller brachte dann sieben Aufschläge zum 10:7 durch. Und als Leonie Ress zum 11:8 punktete und auch mit drei Aufschlägen erfolgreich war, erkannte nicht nur Hildens Coach Rainer Knietzsch, dass beim 14:8 die Vorentscheidung gefallen war.

 

Apropos Leonie Ress: Gerd Hemforth freute sich, dass bei diesem Sieg auch Spielerinnen überzeugten, die sonst weniger Einsatzzeit haben und „dann auch große Stützen waren – wie Leo“, sagte er. Und als die Fans lautstark „Einer geht noch, einer geht noch rein!“ trällerten, war dem Trainer längst klar, dass dies der erste Sieg der Vereinsgeschichte in der Frauenvolleyball-Oberliga wird. Perfekt machte diesen, nachdem Gerd Hemforth noch einmal eine Auszeit genommen hatte, Hildens Kerstin Siepe, die ihren Aufschlag ins Netz beförderte.

 

So haben sie gespielt:

Sätze: 25:17, 25:23, 22:25, 25:16.

TC Gelsenkirchen: Burczyk, Müller, Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj (n. e.), L. Ress, Moskopp, J. Ress, Plura.

GRILLONEN GLÄNZEN NUR EINEN SATZ

Frauen Volleyball Oberliga

 

WAZ 26.10.2021 von Andree Hagel

 

Zum Saisonstart muss sich der TC Gelsenkirchen, nachdem er den ersten Abschnitt mit 25:10 gewonnen hat, mit 1:3 beim STV Hünxe beugen

 

Es hätte eine wunderschöne Geschichte werden können, und zwar mit folgendem Titel: Die Oberliga- Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen starten mit einem Sieg in die Saison. Weil Jana Ress das Spiel ihrer Mannschaft glänzend gelenkt hat und weil die Grillonen auf allen Positionen und bei fast allen Aktionen überzeugt haben.
„Wie aus einem Guss“, sagt später Trainer Gerd Hemforth. „Dass man sich dann so abseifen lässt, ist nicht zu verstehen.“ Nach dem glänzenden ersten Abschnitt machen die Gelsenkirchenerinnen ihren Coach nur noch ratlos. Sie entscheiden sich für drei matte Sätze und verlieren beim STV Hünxe mit 1:3 (25:10,19:25, 23:25, 18:25).

 

Die Partie ist schon lange beendet, da hocken Gerd Hemforth und Sarah Plura immer noch zusammen und diskutieren. Aber was ist nach diesem tollen ersten Satz passiert, in dem die Grillonen die Gastgeberinnen aus dem Kreis Wesel so eindrucksvoll beherrscht haben? Weil der Trainer immer noch ratlos ist, muss die Kapitänin was sagen. „Die Anspannung ist abgefallen“, meint Sarah Plura. „Und dann haben wir die Spannung nicht mehr hochbekommen und uns durch das Glück des Gegners beirren lassen.“ Ganz klar: Der STV Hünxe hat dieses Spiel nicht gewonnen, weil er so gut war, sondern weil sich die Gelsenkirchenerinnen immer wieder schreckliche Patzer erlaubten und nicht mehr diese Dynamik in ihren Aktionen hatten, die sie im ersten Satz so ausgezeichnet hatte. „Da“, sagte Trainer Gerd Hemforth, „waren alle aufmerksam, da hatten wir eine große Aggressivität am Ball und haben unsere Sachen druckvoll zu Ende gespielt.“ Als Jacqueline Wilim aus dem Stand zum 19:5 schmetterte, applaudierte der TCG Coach seinem Team zum ersten Mal, und er war begeistert, wie Zuspielerin Jana Ress und Joelle Salumu Löcher im STV-Feld fanden und die Bälle sehr gefühlvoll platzieren. 4:0-Start des TCG im zweiten Satz „Wir wollten spielen, wir wollten Spaß haben“, sagte Gerd Hemforth.

 

Das habe er jedoch ab dem zweiten Satz nicht mehr feststellen können. Auch aus seinem Schalke-Rucksack konnte der Grillonen-Trainer nichts herausholen, das seine Volleyballerinnen wieder auf den richtigen Kurs brachte. Obwohl die Situation ja nicht einmal aussichtslos war und der zweite Satz sogar mit einer 4:0-Führung begonnen hatte, ehe die Gelsenkirchenerinnen diesen nach dem 19:19 mit 19:25 abgaben.

 

Im dritten Abschnitt schafften die Grillonen die vermeintliche Wende, Nadine Müller gelang das 23:22. Und dann? „Wir gehen in Führung und machen nichts mehr“, sagte Gerd Hemforth. Es passte inzwischen ins Bild in der Sporthalle Hünxe, dass sich der STV den 25:23-Satzgewinn und das 2:1 dank eines Gelsenkirchener Annahmefehlers holte. Sarah Plura war’s. Die Hoffnung, zumindest mit einem 3:2-Sieg und zwei Punkten nach Hause fahren zu dürfen, blieb den Grillonen wegen der guten Erinnerung an den ersten Satz aber. Doch schnell rannten sie nur hinterher und sich hin und wieder gegenseitig um. Den Lauf des STV Hünxe, bei dem vor allem Außenangreiferin Christin Weyck nun zahlreiche Akzente setzte, konnte TCG-Trainer Gerd Hemforth auch mit seinen Auszeiten nicht stoppen. Und ihren vierten Matchball – der Aufschlag von Leonie Ress landete im Netz – nutzten die Hünxerinnen dann zu ihrem 3:1-Sieg.

 

Und nun? „Wir haben gezeigt, dass wir es können“, sagt Grillonen- Kapitänin Sarah Plura. „Wir müssen den Flow jetzt wieder finden und alle Sätze so spielen wie den ersten.“ Dies soll schon am kommenden Samstag (30. Oktober, 20 Uhr) gelingen, wenn die Hildener AT in der Ausweichhalle des Leibnizer Gymnasiums Buer, Breddestraße zu Gast sein wird.

 

Aufgrund der fehlenden oder misslungen Volleyballfeldmarkierungen in der Heimspielhalle Wildenbruch können die Grillonen laut WVV-Regelung dort nicht antreten und mussten für die Leibnizer Ausweichhalle sorgen. 

 

So haben sie gespielt:
Sätze: 10:25, 25:19, 25:23, 25:18.
TC Gelsenkirchen: Wilim, Burczyk, Müller,
Schneyer, Salumu, Sokhan Sanj (n. e.),
L. Ress, Moskopp (n. e.), J. Ress, Plura.

SCHALKE-SPIEL VERHINDERT EINSATZ VON LIBERA ROCIO RIETZ

Frauen Volleyball Oberliga

 

WAZ 19.10.2021 von Andree Hagel

 

"Die Mannschaft ist stärker als in der vergangenen Saison", sagt Gerd Hemforth, der Trainer der Oberliga Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen. 

Ob sie sich überhaupt erinnern können, wann sie zuletzt ein Pflichtspiel bestritten haben? Es war der 10. Oktober 2020, als die Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen mit 0:3 bei der DJK Sportfreunde Datteln unterlagen und anschließend in eine lange Corona-Pause geschickt wurden. Nach einem Jahr geht es nun wieder los. Und? „Wir sind gut vorbereitet“, sagt TCG-Trainer Gerd Hemforth. „Die Mannschaft ist stärker als in der vergangenen Saison.“

 

Für die Grillonen wird es eine Spielzeit mit vielen unbekannten Gegnern. „Wir wissen nicht, wie der Status ist“, sagt Gerd Hemforth und spricht von einem Überraschungsgeschäft. Was sich der Trainer und seine Volleyballerinnen in diesem Geschäft kaufen wollen, ist klar: den Oberliga-Klassenerhalt.

 

„Unser erstes Saisonziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und eine Mannschaft hinter uns zu lassen“, sagt der Gelsenkirchener Coach. „Alles Weitere wäre eine Zugabe.“ Weil die Mädchen-Auswahl des Westdeutschen Volleyball-Verbandes lediglich in der Hinrunde der Oberliga spielen wird, wird es in der Neuner-Staffel nur einen Absteiger geben.

Mut für die neue Saison machen Gerd Hemforth vor allem auch die Leistungen seiner Grillonen in den zahlreichen vergangenen Testspielen. „Die haben wir alle gewonnen“, sagt er. „Das waren Verbandsliga-Mannschaften, aber das war ganz okay.“ Klar: Nach einer so langen Pause brennen die TCG-Volleyballerinnen darauf, endlich wieder um Punkte schmettern zu dürfen. „Alle sind bereit und willig und freuen sich darauf“, sagt Gerd Hemforth, der eine recht ausgeglichene Oberliga-Staffel 2 erwartet „Die Frage ist nur: Wie geht es los? Aber die anderen Mannschaften haben das gleiche Problem, da herrscht Waffengleichheit. Ich glaube aber, dass wir gute Chancen haben, erfolgreich in die Saison zu starten.“

 

Aus der Nachbarschaft sind Gladbeck II, Bochum und Borbeck/Bottrop dabei
Die ersten Partien sind auch deshalb so wichtig, weil sie dazu dienen, sich ein Bild von der Konkurrenz zu machen. Den einen oder anderen Gegner können sich die Gelsenkirchenerinnen auch in der Nachbarschaft anschauen, und zwar bei den Heimspielen des TV Gladbeck II, des VfL Telstar Bochum und der SG Borbeck/Bottrop. „Nach drei, vier Spieltagen weiß man ungefähr, was einen erwarten könnte“, sagt Gerd Hemforth. „Wir haben ja auch seit einem Jahr wenig oder gar keine Erfahrung und müssen uns erst mal wieder reinarbeiten.“
Um eine etwas genauere Prognose für seine Grillonen abzugeben, will Gerd Hemforth die ersten zwei, drei Spieltage abwarten. „Dann, denke ich, werden wir wissen, wo der Zug hinfahren kann.“

 

Zum ersten Heimspiel erwartet der TC Gelsenkirchen die Hildener AT
Einsteigen werden die TCG-Volleyballerinnen am kommenden Samstag (23. Oktober, 17 Uhr) mit einer Auswärtspartie gegen den STV Hünxe, ehe zum ersten Saisonheimspiel die Hildener AT am 30. Oktober (Samstag, 20 Uhr) in die Wildenbruch-Halle kommen und es am 13. November (Samstag, 19 Uhr) zum TSV Bayer Dormagen gehen wird. „Wenn wir von diesen drei Spielen eines gewinnen sollten oder vielleicht sogar zwei, sind wir auf einem sehr guten Weg“, sagt Trainer Gerd Hemforth. „Aber selbst wenn wir kein Spiel gewinnen sollten, was ja auch möglich ist, wird uns das nicht umwerfen.“ Weil es ja schließlich am Saisonende reichen wird, eine Mannschaft hinter sich zu lassen, um Oberligist zu bleiben.
Der Saisonstart ist für die Grillonen allerdings gleich mit einem Problem verbunden: Gerd Hemforth hat für das Match beim STV Hünxe keine etatmäßige Libera. Kerstin Hoika – geborene Zagozen – muss wegen einer leichten Verletzung verpassen, und Rocio Rietz muss arbeiten. Sie gehört am Samstag bei der Partie des Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 zur Hundertschaft der Polizei. „Wir werden versuchen, das mit einer anderen Spielerin zu lösen“, sagt TCG-Coach Gerd Hemforth als bekennender Libera-Fan.

Wieder nichts: Dem TC Gelsenkirchen fehlt Selbstbewusstsein

VOLLEYBALL-OBERLIGA

 WAZ: Andree Hagel 26.09.2020, 20:18

 

AHAUS.  Aufsteiger TC Gelsenkirchen kassiert im dritten Saisonspiel die ?dritte Niederlage. 1:3 in Ahaus. Sorgen macht sich Trainer Hemforth aber nicht. Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen stehen nach ih­rer dritten Niederlage im dritten Saisonspiel nun als einziges punktloses Team am Tabellenende der Oberliga. Das 1:3 beim VfL Ahaus hat sicherlich auch geschmerzt. Sorgen um seine Mannschaft macht sich Gerd Hemforth aber nicht. „Es ist ja noch nicht viel passiert. Das ist auch keine Durchhalteparole“, sagt der Trainer des Aufsteigers. Wir sind körperlich und konditionell gut aufgestellt. Was uns fehlt, ist das Selbstbewusstsein: Ich kann es.“ Dass sie es können, haben die Grillonen auch in der Partie bei dem bis dahin ebenfalls punktlosen VfL Ahaus bewiesen – allerdings nicht lange genug. „Uns fehlt die Selbstverständlichkeit, nach einem gewonnenen ersten Satz die Ärmel weiter aufzukrempeln und weiter Gas zu geben“, sagte Gerd Hemforth, dessen Mannschaft aus dem psychologischen Vorteil nach dem 25:22 und 1:0 keinen Nutzen gezogen hatte. „Wir haben nicht richtig konsequent nachgelegt, Ahaus ist vor seinen eigenen Zuschauern stark und wir sind kleiner geworden. Und je kleiner du wirst, desto weniger klappt.“

 

Knieschmerzen: Gelsenkirchens Hauptangreiferin Jacqueline Wilim muss passen

 

Zumal eine Gelsenkirchener Option schon frühzeitig futsch war: Hauptangreiferin Jacqueline Wilim verdrehte sich den Fuß, hatte wieder Schmerzen an ihrem lädierten Knie und musste ausgewechselt werden. „Das war ein Schlag ins Kontor. Aber weil wir ja kein Geld verdienen, machen wir auch niemanden kaputt“, meinte der Grillonen-Trainer. Da Kathrin und Sabine Burczyk privat verhindert waren und somit zwei weitere Angreiferinnen fehlten, „waren die Wechselmöglichkeiten nicht so prickelnd, um auf Dauer für richtig neuen Schwung zu sorgen“, sagte Gerd Hemforth. Ob es mit den Burczyk-Schwestern im Münsterland besser gelaufen wäre, wollte der Trainer nicht sagen. „Das weiß man nicht“, meinte er. Der dritte Satz ist eine Short-Story – nur neun Gelsenkirchener Punkte

Nachdem die TCG-Volleyballerinnen den 1:1-Satzausgleich hatten hinnehmen müssen, lief im dritten Abschnitt fast gar nichts. „Das war eine Short-Story“, meinte Gerd Hemforth, dessen Team gerade mal neun Punkte geholt hatte. Hoffnung, den Tie-Break zu erreichen, keimte im vierten Satz auf. Aber? „Dann“, sagte der Coach, „war wieder der Wurm drin.“ Dieser Wurm lässt sich auch beschreiben, nämlich so, dass den Grillonen Fehler unterlaufen, die normalerweise nicht passieren.„Das sind drei, vier, fünf Aktionen, und die machen in einem Satz den Unterschied aus“, sagte Gerd Hemforth, der versuchte, dezent zu kritisieren – und zwar so: „Wir hatten zwölf Mädels dabei, und jedes hatte die Möglichkeit zu zeigen, was es kann.“ Und? „Das ist in einigen Bereichen nicht ganz so hervorragend gelungen. Das ist eine Kopfgeschichte. Wenn du anfängst, nachzudenken, bist du schon auf der Verliererseite.“

 

Nächstes Grillonen-Spiel am 10. Oktober bei der DJK Sportfreunde Datteln werden die Oberliga-Grillonen in zwei Wochen in Angriff nehmen, wenn sie am 10. Oktober (Samstag, 15 Uhr) bei der DJK Sportfreunde Datteln gastieren werden. „Wir müssen uns“, sagt TCG-Trainer Gerd Hemforth, „jetzt schütteln und neu aufstellen.“

Sätze: 22:25, 25:20, 25:9, 25:13.

TC Gelsenkirchen: Zagozen, Wilim, Müller, Gebauer, Schneyer, Salumu, Ress, Moskopp, Arifi, Plura, Palowski, Rietz.

 

Eine Frage des Willens für die Grillonen

WAZ - Thomas Tartemann 25.09.2020, 20:18

 

Gerd Hemforth, der Trainer der Oberliga-Volleyballerinnen des TCG, sah Fortschritte in der Partie gegen den Telekom Post SV Bielefeld. Am Samstag spielt das Team beim ebenfalls sieglosen VfL .

Beim VfL Ahaus sollen für die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen die ersten Oberliga-Punkte her. Die Burczyk-Schwestern fehlen.

 

Die Spielerinnen des Volleyball-Oberligisten TC Gelsenkirchen nehmen heute beim VfL Ahaus (16 Uhr, Halle am Berufskolleg für Technik) ihren dritten Anlauf, um in der noch jungen Saison erstmals Punkte einzufahren. Nach dem sang- und klanglosen 0:3 zum Auftakt bei VoR Paderborn II setzte es im zweiten Duell zuhause ein 1:3 gegen Telekom Post SV Bielefeld. „Da“, sagt Trainer Gerd Hemforth, „war eine Steigerung zu erkennen, aber das steht nicht in der Tabelle. Jetzt müssen Punkte her. Alleine schon deswegen, um zu vermeiden, dass wir in einen Negativstrudel geraten.“

 

Da Ahaus ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, erwartet der Grillonen-Coach „ein Duell auf Augenhöhe“. Nicht die Qualität wird in dieser Partie den Ausschlag geben, sondern der größere Biss. Hemforth: „Das wird eine Frage des Willens.“ Der ehemalige Gymnasiallehrer zeigt sich, was die Trainingseindrücke der letzten Tage angeht, zuversichtlich. „Wir sind in Sachen Spielfluss jetzt besser drauf. Die Intensität im Training ist hoch, die Abläufe klappen wesentlich flüssiger als zu Beginn.“

 

Gerade beim Auftaktspiel wirkten die Grillonen wie versteinert, waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, offenbarten zum Teil unerklärliche Fehlerquellen und erstarrten respektvoll vor dem Gegner. „Wir sind nicht gut gestartet, haben aber versucht, jetzt einige Baustellen zu beseitigen. Im letzten Jahr haben wir das erste Spiel gegen Höntrop gewonnen, das gab direkt Zuversicht, Schwung und Selbstvertrauen. Wir haben uns bestätigt gefühlt und eine gewisse Aufbruchstimmung gespürt. Jetzt sind wir in der neuen Liga erst einmal hinten dran, aber ich sehe bei meinen Spielerinnen keinen Knick in der Psyche.“

 

Das Spiel ist die Belohnung

 

Gerd Hemforth sagt das, was er den Mädels schon vor dem Start mit auf den Weg gegeben hat: „Sie sollen mit Riesenspaß in die Volleyball-Spiele gehen. Am Wochenende ist das Spiel die eigentliche Belohnung für die geleistete Trainingsarbeit unter der Woche. Wer hat schon Lust, die ganze Woche hart zu arbeiten, dann auswärts zu verlieren und mit langen Gesichtern zurück nach Gelsenkirchen zu fahren?“ Die Antwort schickt der Coach gleich hinterher: „Keiner.“

 

Mit Kathrin und Sabine Burczyk fällt das Schwestern-Duo bei den Grillonen für das Spiel in Ahaus aus privaten Gründen aus. Dafür rückt Neuzugang Denise Palowski erstmals in den TCG-Kader. „Wenn es der Spielverlauf zulässt, wird Denise auch einige Einsatzminuten bekommen. Versprechen kann ich nichts, aber es ist für sie erst einmal wichtig, dabei zu sein. Ich habe ja schon betont, dass wir in dieser Saison wirklich alle Spielerinnen brauchen“, sagt der Trainer.

 

Rückkehrerin Joelle Salumu war in den ersten Spielen bereits dabei und hat angedeutet, dass sie den Neuling weiterbringen kann. „Sie hat eine dynamische, vernünftige Sprungkraft, ist ein positiver Typ und ein Gewinn für uns“, streicht Hemforth heraus, „allerdings hat Joelle auch zwei Jahre nicht gespielt. Das merkt man schon am Selbstvertrauen. Zudem soll sie bei uns als Mittelblockerin auch im Angriff ihre Akzente setzen, was sie bei ihren letzten Klubs so nicht gespielt hat. Im Training kämpft sie sich von Woche zu Woche besser rein.“ Nicht nur für Salumu, sondern für das ganze Team gilt: Allmählich sollte der Knoten im Spiel platzen.

 

TC Gelsenkirchen – Telekom Post SV Bielefeld 1:3 (23:25, 25:23, 24:26, 17:25)

Gresa Arifi (l.) und Jacqueline Wilim vom TC Gelsenkirchen versuchen alles, aber der Punkt geht im Volleyball-Oberligaduell an die Bielefelderinnen. Foto: WAZ

 

Gelsenkirchener Volleyballerinnen brauchen noch Zeit

 

Thomas Tartemann - WAZ

12.09.2020, 19:18

 

Gelsenkirchen  Aufsteiger TC Gelsenkirchen zeigt sich in der Oberliga zwar formverbessert, kassiert aber die zweite Niederlage im zweiten Spiel.

An dieses Bild müssen sich Spielerinnen und Fans erst gewöhnen. Zwei Spiele sind in der Volleyball-Oberliga absolviert, aber noch steht die Null bei den Grillonen. Nach dem sang- und klanglosen 0:3 zum Auftakt bei VoR Paderborn II zeigten sich die Gelsenkirchenerinnen zuhause in der Wildenbruchhalle gegen Telekom Post SV Bielefeld zwar verbessert, verloren aber am Ende erneut deutlich 1:3. Mit null Zählern kleben die Grillonen vorerst im Tabellenkeller der Oberliga fest.

Ähnlich wie zuletzt in Paderborn erwischte der Aufsteiger auch vor heimischem Publikum keinen guten Start. Im ersten Satz lagen Nadine Müller & Co. früh mit 0:6 im Hintertreffen. „Das darf einfach nicht passieren. So einen klaren Rückstand aufzuholen, kostet immer viel Energie. Meine Spielerinnen hatten teilweise gute Aktionen dabei, bevor dann wieder einfache Fehler hinzukamen. In den entscheidenden Situationen fehlt uns noch die Abgeklärtheit“, analysiert Trainer Gerd Hemforth.

Zwar kamen die Grillonen im ersten Satz zurück, glichen zum zwischenzeitlichen 21:21 aus, aber das bessere Ende hatten die Bielefelderinnen. Im zweiten Satz wirkten die TCG-Mädels griffiger und zielstrebiger. Der Lohn: Eine schnelle 6:1-Führung, die aber im weiteren Satzverlauf zusammenschmolz, bevor es im Endspurt doch noch zu einem 25:23 reichte. Nach dem Satz-Ausgleich folgte wieder ein Dämpfer.

Die Gastgeberinnen, die auf Kerstin Zagozen (erkrankt), Lena Moskopp (wegen Knieproblemen geschont) und Neuzugang Denise Palowski (private Gründe) verzichten mussten, gerieten mit 4:8 und 9:14 in Rückstand, kämpften sich zurück und kamen zum 24:24-Ausgleich. Wieder verbuchten die Bielefelderinnen die entscheidenden Punkte zum knappen Satzgewinn. Gerd Hemforth: „Es war ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Die Bielefelderinnen hatten unsere Begegnung in Paderborn, bei der wir wirklich nichts auf die Kette bekommen haben, beobachtet. Sie mussten sich gegen uns richtig strecken. Für meine Mädels wäre ein Punkt absolut verdient gewesen.“

Im vierten Satz führten die Grillonen erst 6:4, gerieten dann 6:9 ins Hintertreffen und schoben sich wieder knapp 11:10 nach vorne. Vier Patzer und unglückliche Entscheidungen binnen weniger Sekunden ließen den Satz zugunsten der Ostwestfälinnen kippen. Bielefeld spielte die Führung eiskalt herunter und jubelte nach dem 25:17 ausgelassen: „Hier regiert der Post SV!“

Bei den Grillonen begannen sichtlich geknickt die Aufräumarbeiten. Das Netz wurde abgebaut, die Bälle eingesammelt, der Tisch der Corona-Beauftragten, die sämtliche Zuschauerdaten notierte und allen Besuchern Desinfektionsspray in die Hände sprühte, abgebaut. „Das ganze Drumherum hat funktioniert, alle Corona-Bestimmungen zu erfüllen, bedeutet eine Herausforderung, aber wir haben es zusammen gut gemeistert“, bilanzierte Gerd Hemforth, der mit einigen Helfern zweieinhalb Stunden vor Anpfiff in der Halle war, um alles vorzubereiten.

Was bislang noch nicht wunschgemäß funktioniert, ist das Ankommen in der höheren Spielklasse. „Wir haben einen kleinen Schritt gemacht“, sagt der Coach, „der Auftritt war deutlich besser als in der letzten Woche. Wir benötigen noch drei, vier Wochen, dann werden sich auch Erfolge einstellen. Bei uns muss eine gewisse Routine rein. Die Mädels müssen das in die Waagschale werfen, was sie können – und nicht die Highlights auspacken, die normalerweise nur funktionieren, wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen.“

 

TCG: Ress, Gebauer, Arifi, Plura, Schneyer, Wilim, S. Burczyk, K. Burczyk, Müller, Rietz, Salumu, Moskopp.

 

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WAZ vom 8.9.2020

VoR Paderborn II – TC Gelsenkirchen 3:0

 

GELSENKIRCHEN.  Der TC Gelsenkirchen kassiert eine 0:3-Niederlage bei VoR Paderborn II. „Wir waren zu Beginn in Schockstarre“, sagt TC-Trainer Gerd Hemforth.

Die erste Euphorie der Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen hat einen kräftigen Dämpfer erlitten. Zum Auftakt in der Oberliga gab es für den Aufsteiger eine deftige Abfuhr bei der Zweitvertretung des VoR Padernorn. Die Grillonen, die in der letzten Spielzeit nur eine Liga-Begegnung knapp verloren hatten, kassierten eine 0:3-Pleite.

 

Dabei war Trainer Gerd Hemforth kurz vor Spielbeginn noch zuversichtlich. „Wir hatten keine Probleme bei der Anreise, haben eine schöne Umkleidekabine vorgefunden und uns gut eingespielt. Das sah alles positiv aus, doch als das Spiel anfing, waren alle in Schockstarre.“

 

Die Grillonen bekamen die Bälle nur so um die Ohren und lagen zwischenzeitlich 0:12 zurück. „Ich habe früh eine Auszeit genommen, um dadurch wachzurütteln und vielleicht ein Break herbeizuführen. Aber das hat alles nichts genutzt. Wir waren unbeweglich und im Kopf blockiert“, stellte der Coach fest.

 

Kaninchen vor der Schlange

 

Hemforth steckte mit seinem neuen Co-Trainer Tim Boer, der selbst bei VV Humann Essen aktiv Volleyball spielt, die Köpfe zusammen. „Wir konnten machen, was wir wollten: Es blieb alles ohne Erfolg“, so Hemforth, der feststellte: „Das hat gewirkt, als würde das Kaninchen vor der Schlange erstarren. Selbst nach Wechseln sind wir nicht richtig in Tritt gekommen. Es hat nichts funktioniert, es gab eine komplette Blockade.“

 

Der erste Satz ging mit 25:6 an die Gastgeberinnen.„Im zweiten Satz haben wir uns etwas bekrabbelt“, meinte Gerd Hemforth, „da sind wir annähernd an unsere Normalform herangekommen. Zwischenzeitlich lagen wir mit 12:8 vorne, das wirkte dann schon alles etwas griffiger.“
Satz kippt doch noch

 

Doch dann kippte auch dieser Satz, die Grillonen gerieten nach einem Paderborner Lauf mit 12:19 in Rückstand und mussten den Satz mit 21:25 abgeben. „Wir hatten wieder eine Phase, in der nichts klappte“, sagte der TCG-Trainer.
Im letzten Satz hielt der Aufsteiger ordentlich dagegen, verbuchte einige Punkte. „Es ging lange hin und her, bis Paderborn auf drei Punkte davon zog. Das konnten wir dann nicht mehr aufholen. Wenn man alle Netzfehler und die nicht optimalen Bälle, die wir gespielt haben, zusammenzählt, dann kommt man sicherlich auf zwei verschenkte Sätze. Irgendwann geht es natürlich an die Psyche, dann beginnt das Kopfkino und die Mädels fangen an, zu grübeln. Wir haben zum Auftakt Lehrgeld bezahlt, aber das ist unter dem Strich kein Beinbruch. Die Saison ist noch lang. Wir werden unsere Punkte machen“, zeigt sich der Grillonen-Coach zuversichtlich.
Analyse auf der Rückfahrt

Schon auf der Rückfahrt gingen die TCG-Spielerinnen im Bus in die Analyse, um die deutliche Niederlage sachlich aufzuarbeiten. Für sie ist die Erfahrung neu. In den vergangenen zwei Jahren eilte das Team von Erfolg zu Erfolg.

 

„Die Mädels haben selbst erkannt, woran es lag. Es gab keine Schuldzuweisungen. Wir sind insgesamt zu ängstlich, zu respektvoll aufgetreten. Heute werden wir das Ganze noch mal analysieren.“ Und dann? „Schütteln wir uns und bereiten uns auf das Samstagspiel gegen Bielefeld in eigener Halle vor. Wir stellen uns jetzt bestimmt nicht hin und sagen: Wir können nichts. Es geht darum, an kleinen Stellschrauben zu drehen und es besser zu machen“, stellt Gerd Hemforth fest.

 


Sätze: (25:6, 25:21, 25:19)
TC Gelsenkirchen: Zagozen, Wilim, Müller, Gebauer, Schneyer, Salumu, K. Burczyk, Moskopp, Ress, Arifi, Plura, Rietz

Die große Ungewissheit

Kostet das Coronavirus die Volleyball-Mädels des TC Gelsenkirchen den Aufstieg in die Oberliga?


Gerd Hemforth, Trainer der Frauen-Volleyballmannschaft des TC Gelsenkirchen, setzte sich am Mittwoch an seinen PC und verschickte Trainingspläne für seine Spielerinnen. Wegen des Coronavirus ist nicht nur der Ligabetrieb ausgesetzt, sondern auch kein gemeinschaftliches Training mehr möglich.

 

„Normalerweise haben wir vier Einheiten pro Woche absolviert. Man kann nicht einfach auf Null herunterfahren“, sagt Hemforth. Kapitänin Sarah Plura & Co. sollen in den nächsten Wochen neben Joggingläufen auch einige Übungen zuhause absolvieren, um sich fit zu halten. Hemforth hofft darauf, dass es mit dem Ligabetrieb in der Verbandsliga doch noch weitergeht.

 

„Sportlich haben wir den Aufstieg in die Oberliga bereits geschafft, aber wir wissen nach wie vor nicht, ob es dabei auch bleibt. Es gibt ja mehrere Szenarien. Für uns wäre die Variante, dass die Saison ohne Auf- und Absteiger beendet wird, am negativsten, weil dann ein ganzes Jahr Arbeit vergeblich gewesen wäre. Meine Motivation befindet sich gerade bei minus 100 Prozent. An einem Nicht-Aufstieg hätte ich sehr zu knacken. Ich weiß nicht, ob ich mir das dann nächstes Jahr noch mal antun würde. Und einige meiner Spielerinnen würden sicher auch überlegen“, knirscht der ehemalige Gymnasiallehrer.

 

Trainer sieht Fortsetzungs-Chance
Eine Spielzeit schlägt beim TC Gelsenkirchen mit rund 3000 Euro zu Buche, davon fallen rund 1000 Euro in den Bereich Schiedsrichterkosten. Hemforth: „Den betriebenen Aufwand kann man ja jetzt nicht einfach wegwischen und sagen: Wir streichen die ganze Saison.“

 

Aus Hemforths Sicht ist die Chance, nach Eindämmung des Coronavirus die letzten drei Verbandsligaspiele noch auszutragen, nicht unrealistisch. „Ursprünglich würde unsere Saison bis Anfang April dauern. Man könnte stattdessen nach der Unterbrechung im Mai wieder spielen, sofern das Virus bis dahin unter Kontrolle ist. Es geht bei uns in der Liga sportlich noch um den zweiten und drittletzten Platz. Die Relegation zum Aufstieg und Ligaverbleib könnte man an einem Wochenende sogar in einer Halle austragen. Das wäre aus meiner Sicht absolut machbar. Auch drei Ligaspiele binnen einer Woche würde man vor der Relegation sicherlich hinbekommen.“ Bleibt abzuwarten, was der Verband dazu sagt.

 

WAZ Artikel Gelsenkirchen Thomas Tartemann 18.03.2020 

OBERLIGA, OBERLIGA ... HEY HEY!!!

Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen haben drei Spiele vor Schluss den Aufstieg in die Oberliga geschafft.


Die Grillonen haben sich die Krone aufgesetzt. Am 15. Spieltag sicherten sich die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen vorzeitig den Aufstieg in die Oberliga. Um kurz vor 16 Uhr wurde es in der kleinen Grundschulhalle an der Georgstraße richtig laut. Nadine Müller & Co. hatten im Heimspiel gegen TuS Bönen den zweiten Satz gewonnen – damit war der Aufstieg klar. Die Grillonen bildeten mitten im Spiel kurz einen Jubelkreis, hüpften ausgelassen mit „Oberliga, Oberliga, hey, hey“-Rufen vor dem Netz umher, bevor der Schiedsrichter mit einer höflichen Geste daraum bat, doch bitte das Spiel fortzusetzen.

 

Mit dem Gefühl des perfekt gemachten Aufstiegs fiel der Ballast von den TCG-Spielerinnen ab. Nach dem 25:23 im ersten Satz und dem ebenso umkämpften 27:25 im zweiten Satz wurde der Schluss-Akt eine klare Sache. Die Grillonen setzten sich 25:17 durch und kosteten ihren Triumph danach voll aus. Hauptangreiferin Jacqueline Wilim, die in Kürze zum zweiten Mal Mama wird und in den vergangenen Wochen beim Unternehmen Aufstieg nicht mehr aktiv teilnehmen konnte, ging mit einem Tablett voller Sektgläser durch die Halle, um Fans, Familienangehörigen und Freunden ein Schlückchen zum Aufstiegs-Prosten anzubieten. „Für mich war es der erste Aufstieg in die Oberliga, das ist natürlich etwas ganz Besonderes“, strahlte Grillonen-Spielführerin Sarah Plura. Auch Co-Trainer Norbert Zagozen sieht sich nach vielen Anläufen am Ziel der Träume. „Ich bin jetzt im elften Jahr hier in Gelsenkirchen. Zwei Anläufe Richtung Oberliga sind gescheitert, der dritte hat geklappt. Die Mädels wollten es heute gegen Bönen unbedingt klar machen, die Freude ist riesig“,Chefcoach Gerd Hemforth trommelte seine Aufstiegs-Mannschaft eine halbe Stunde nach dem 3:0-Sieg über den TuS Bönen zu einer kleinen Besprechung zusammen und blickte im Gefühl des süßen Aufstiegs schon über den Tellerrand.

 

„Die letzten drei Saisonspiele werden wir schon dazu nutzen, um im Hinblick auf die neue Saison ein paar Dinge zu probieren. Das ist doch für uns optimal, unter Wettkampfbedingungen das eine oder andere zu testen“, meint der Trainer-Routinier, der als „Vater des Aufstiegs“ gilt, das aber über sich selbst niemals so sagen würde. Kapitänin Sarah Plura: „Der Coach ist der Wichtigste hier. Ich habe in meiner Laufbahn schon viele Trainer erlebt, aber so einen wie ihn noch nicht. Gerd ist unheimlich engagiert, er organisiert für uns alles, wertet die Spiele professionell aus, macht genaue Analysen. Das ist schon deutlich mehr als Verbandsliga-Niveau. Natürlich fordert er auch viel von uns Spielerinnen, aber das muss auch so sein.“ Die Trainings-Beteiligung bei den meisten Grillonen im 100-Prozent-Bereich oder nur knapp darunter. „Die Mädels haben in der Saison hart gearbeitet, viel investiert und sich am Ende belohnt. Diesen Aufstieg werden sie mit ins Privatleben nehmen. Alle wissen, dass sie zusammen etwas Großes erreicht haben. Und das beflügelt auch in anderen Lebensbereichen“, ist sich Gerd Hemforth sicher.

 

Sätze: 25:23, 27:25, 25:17.

Artikel: WAZ Gelsenkirchen

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